Über mich

Jeder Anfang beginnt irgendwann einmal

Geboren und aufgewachsen in Schleswig-Holstein zog es mich schon früh in das unbekannte und mysteriöse Land Japan. Den ersten Kontakt mit der japanischen Vielfalt hatte ich in der Grundschule erlebt: Pokémon! Gameboyspiele und Sammelkarten beherrschten den Schulhof und jeder liebte die süßen, kleinen Monster. Aber so richtig los mit dem Japankult ging es dann in der 7. Klasse. Dragonball Z flimmerte in Deutschland über den TV-Bildschirm und ich und meine Freunde waren Feuer und Flamme. Schnell begann ich mich nicht nur für die Serie, sondern auch für die kleinen, reichhaltigen Comics zu interessieren. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich das erste Manga falsch herum gelesen habe und mich am Ende gewundert hatte, warum der Held wieder lebt?

Doch dann kam die Erkenntnis: rückwärts lesen! Ab da gab es kein Halten mehr. Das komplette Taschengeld wurde in Mangas investiert und meine Eltern mussten auf Klassenfahrten akribisch jede Sendung auf VHS aufnehmen, damit ich ja nichts verpasse.

Auf nach Japan!

Im Laufe der Jahre sammelten sich viele Mangas in meinen Regalen, ich zeichnete in meiner Freizeit viel und versuchte die japanische Sprache zu erlernen. Nach meinem Abitur wollte ich dann unbedingt das Land der aufgehenden Sonne kennenlernen. Doch wie komme ich dort hin?

Ich fand im Internet eine Agentur, die ein freiwilliges soziales Jahr in meinem Land der Träume anbot. Eigentlich richtete sich das Angebot von der ijgd (internationaler Jugendgemeindschaftsdienst) vor allem an Jungs, die ihren Zivildienst im Ausland machen wollten. „Naja“, dachte ich. „Auch wenn ich ein Mädchen bin, bewerben kann ich mich ja mal.“ Mit ganz viel Glück wurde ich dann im Nachrutschverfahren zu den Bewerbungsgesprächen eingeladen. Also auf nach Berlin. Dort angekommen gab es persönliche Gespräche und „Oh Weia!“ einen japanischen Sprachtest mit einer Japanerin. Da ich zunächst eine Absage bekam und das Abi stemmen musste, hatte ich eine lange Zeit keinen Japanischunterricht gehabt. So war dann auch mein japanisch: Prüferin: „Was macht Ihr Vater beruflich?“ Ich: „Lehrer.“ Prüferin: „Was macht Ihre Mutter beruflich?“ Ich: „Lehrerin.“ 😀 Da ich nur den Beruf Lehrer kannte, wurden meine Eltern also kurzfristig zu Lehrern befördert.

Doch irgendwie hatte ich es dann geschafft das Bewerbungsgespräch zu bestehen und zusammen mit 19 Jungs und einem weiteren Mädchen kam ich für ein Jahr nach Japan in eine Jugendherberge (da man dort auch mit geringen Japanischkenntnissen auskommt).

Mein Jahr in Japan war wundervoll! Ich habe in Kyoto gelebt und gearbeitet und viele tolle, nette und inspirierende Menschen kennengelernt. Vor allem der Sushi-Meister, mit dem ich zusammen in der Küche gearbeitet habe, hat mir viele Kniffe und Tricks beigebracht, die ich auch noch heute anwende.

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Vom Ramen-schlürfen in Japan zu Ramen-Rezeptentwürfen in Deutschland

Zurück in Deutschland ging es dann ans Studieren. Nach einem einjährigen Fehlschlag als Studentin der Biotechnologie (Labor war mir dann doch zu langweilig 🙂 ), begann ich in Osnabrück Ernährungs- und Haushaltswissenschaften zu studieren. Das passte wunderbar zu mir.
Ich vermisste immer mehr die japanische Küche, fand jedoch kein japanisches Kochbuch in dem genau die Speisen erklärt wurden, die ich aus Japan kannte. So beschloss ich, dass was ich von Freunden und in der Arbeit gelernt hatte in einem Kochbuch für mich festzuhalten. In einem Kurs bekamen wir dann die Aufgabe als Prüfungsleistung ein Kochbuch, einen Flyer, ein Poster oder eine Broschüre zu erstellen. Da ich also eh vorhatte ein privates Kochbuch anzufertigen, passte es perfekt.
Die Prüfung war beendet (bestanden :)) und ich hatte ein fertiges Manuskript. Eine Professorin riet mir dann, ich solle dieses doch einmal zu einem Verlag schicken und das tat ich dann auch. Das Buch Koch dich japanisch! war geboren.

Kochbuch oder Kochbücher? Manga? Was ist das?

Schon bei der Erstellung des ersten Kochbuches wollte ich etwas Manga im Layout einbinden. Das war meinem Verlag, der mich erst einmal kennenlernen musste und den ich erst einmal kennenlernen musste, dann doch etwas zu riskant. Daher schaffte es am Ende nur die kleine, süße Manekineko als Tippgeber in das Buch.
Kurz nach der Veröffentlichung gewann das Kochbuch Koch dich japanisch! dann den Gourmand World Cookbook Award 2013. Eine riesen Freude! Daraufhin sprach mich mein Verlag an, ob ich nicht Lust hätte ein weiteres Kochbuch zu schreiben und ich war sofort Feuer und Flamme. Der Verlag vertraut mir jetzt voll und ganz und so wagten wir uns an das Projekt Manga Kochbuch. Viele kreative Menschen haben dieses Buch zu einem tollen Werk gemacht und ich hatte sehr viel Spaß bei der Erstellung! Ich hoffe, dass es meinen Lesern, also euch, auch so geht und ihr viel Spaß beim Kochen und Probieren der Speisen habt und ich euch Japan ein Stück näher bringen konnte.